Prostata · Vorbereitung und Erholung

Vor und nach der Operation

Wer vorbereitet in die Operation geht, erholt sich schneller. Vieles liegt in Ihrer Hand.

Vor der Operation

Nicht abwarten – vorbereiten

Die Wochen vor dem Eingriff sind nicht verlorene Zeit. Sie sind der Teil der Behandlung, den Sie selbst steuern.

Beckenboden trainieren

Beginnen Sie mit dem Beckenbodentraining, bevor operiert wird. Vorbereitetes Gewebe erholt sich nach dem Eingriff schneller. Lassen Sie sich die Übungen zeigen, statt sie zu erraten.

Körperlich vorbereiten

Bewegung, Nikotinverzicht und eine stabile Einstellung von Begleiterkrankungen verbessern die Ausgangslage für die Operation und die Erholung danach.

Unterlagen mitbringen

Vorbefunde, Bilddaten und eine aktuelle Medikamentenliste. Blutverdünnende Medikamente besprechen wir rechtzeitig vor dem Eingriff.

Kontinenz zurückgewinnen

Die Blasenkontrolle kommt bei den meisten Männern über Wochen bis Monate zurück. Wie schnell, hängt auch davon ab, wie konsequent trainiert wird.

  1. Erste Woche nach Katheterentfernung

    Schonung. Der Beckenboden bekommt Zeit, sich zu sortieren.

  2. Ab der zweiten Woche

    Beckenbodentraining wieder aufnehmen, regelmäßig und in kurzen Einheiten über den Tag verteilt.

  3. Nach einigen Wochen

    Wenn die Ansteuerung schwerfällt, hilft Biofeedback, die richtige Muskelgruppe zu treffen.

  4. Im weiteren Verlauf

    Bleibt eine Belastungsinkontinenz bestehen, gibt es weiterführende Behandlungsmöglichkeiten. Wir besprechen sie individuell.

Erektionsfähigkeit

Die Nerven brauchen Zeit. Bis sich die Erektionsfähigkeit erholt, können ein bis zwei Jahre vergehen – auch dann, wenn beidseitig nervschonend operiert wurde.

Früh zu beginnen ist wichtiger als abzuwarten: Regelmäßige Durchblutung schützt das Schwellkörpergewebe, solange die Nerven sich erholen. Dafür stehen mehrere Wege zur Verfügung – Medikamente zur Durchblutungsförderung, Vakuumtherapie, Injektionsbehandlung und weitere Verfahren. Welcher Weg für Sie infrage kommt, besprechen wir individuell.

Sie sind damit nicht allein

Schon während des stationären Aufenthalts begleitet Sie eine spezialisierte Pflegefachkraft für Kontinenz und Potenz – sie zeigt die Übungen und beantwortet die Fragen, die man auf der Visite oft nicht stellt.

Sprechstunde

  • Mittwoch · 14:00 Uhr
  • Donnerstag · 08:30–16:00 Uhr

PD Dr. med. Sami-Ramzi Leyh-Bannurah

Termine vereinbart das Urologische Sekretariat: Iris Holstein, Stefanie Brillowski, Eva Natalie Pusch — 02381 681-1589

Zweitmeinung

Fragen zu Kontinenz oder Potenz nach der Operation? Sprechen Sie uns an.

Anschlussheilbehandlung

Die Anschlussheilbehandlung sollte während des stationären Aufenthalts beantragt werden.

Die Anschlussheilbehandlung dauert in der Regel drei Wochen und beginnt üblicherweise einige Wochen nach der Entlassung. Kostenträger ist meist die Deutsche Rentenversicherung. Inhalte sind unter anderem körperliches Aufbautraining, Beckenbodentraining, Ernährungsberatung und psychologische Begleitung.

Alternativ kann Physiotherapie ambulant verordnet werden – durch die urologische Praxis oder die Hausarztpraxis.

Ärzte und Pflegekräfte am fahrbaren Arbeitsplatz auf dem Stationsflur, im Vordergrund geht jemand vorbei.

Vor und nach der Operation sind Sie nicht allein: Pflege, Ärzte und Kontinenzberatung arbeiten auf Station zusammen.

Kontakt

Zweitmeinung und Terminvereinbarung

Sie haben eine Diagnose erhalten und sind unsicher? Sprechen Sie mit uns über das weitere Vorgehen. Bringen Sie Vorbefunde und Bilddaten möglichst mit.

Sprechstunde

  • Mittwoch · 14:00 Uhr
  • Donnerstag · 08:30–16:00 Uhr

PD Dr. med. Sami-Ramzi Leyh-Bannurah. Termine über das Urologische Sekretariat.